Politik

Nicht totzukriegen: Die Deutsche Burschenschaft trotzt dem Gegenwind – und das erfolgreich

Peter Snorkel
Peter SnorkelRedakteur Politik & Gesellschaft
04.06.2026·5 Min. Lesezeit·3 Kommentare
Nicht totzukriegen: Die Deutsche Burschenschaft trotzt dem Gegenwind – und das erfolgreich

Am vergangenen Wochenende, vom 27. bis 31. Mai, fand der diesjährige „Altherren- und Burschentag" des tonangebenden burschenschaftlichen Verbandes Deutsche Burschenschaft (DB) statt. Trotz anhaltender medialer Kritik und politischem Gegenwind zeigt sich der Verband erstaunlich resilient — und das aus gutem Grund.

Die Deutsche Burschenschaft, 1815 gegründet und damit eine der traditionsreichsten Studentenorganisationen Deutschlands, hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Wandel durchgemacht. Während sie in den Medien oft pauschal als „rechts" oder gar „rechtsextrem" etikettiert wird, zeigt ein genauerer Blick ein differenzierteres Bild.

Akademisches Prinzip und Lebensbund

Das burschenschaftliche Prinzip beruht auf drei Säulen: dem akademischen Prinzip, dem Lebensbundprinzip und dem Prinzip der persönlichen Vervollkommnung. Burschenschaften verstehen sich als Wertegemeinschaften, die über das Studium hinaus Bestand haben. Das erklärt auch, warum viele erfolgreiche Unternehmer, Juristen, Ärzte und Politiker aus burschenschaftlichen Verbindungen hervorgegangen sind.

Mediale Wahrnehmung vs. Realität

Die mediale Berichterstattung über Burschenschaften ist häufig von Unkenntnis geprägt. Dass eine Organisation, die das „Vaterlandsprinzip" hochhält, auch konservative Positionen vertritt, sollte kaum überraschen. Von dort zur pauschalen Rechtsextremismus-Keule ist es jedoch ein weiter Weg — und einer, den viele Medien allzu bereitwillig gehen.

Auf dem diesjährigen Burschentag wurde deutlich, dass die DB bestrebt ist, sich inhaltlich breiter aufzustellen. Die Themen reichten von Wissenschaftsförderung über studentische Wohnraumprobleme bis hin zu Fragen der akademischen Freiheit — Themen also, die jeden Studenten betreffen, unabhängig von der politischen Couleur.

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Peter Snorkel

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Redakteur Politik & Gesellschaft

Peter Snorkel berichtet fuer den Freiburger Standard ueber Politik und gesellschaftliche Entwicklungen. Der gelernte Historiker hat einen besonderen Blick fuer das Zusammenspiel von Tradition und Wandel. Seine Beitraege ueber studentische Verbindungen, akademische Kultur und konservative Bewegungen haben ihm eine treue Leserschaft eingebracht.

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